WiWo: Der Bacherlor ist nicht genug

In ihrem Artikel in der Wirtschaftswoche widmet sich Kristin Schmidt dem immer brennender werden Thema „Bologna Reform“ und ihrem faktischen Scheitern.

Eine Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung belegt jetzt, dass dieses Ziel nicht erreicht wird. Fast dreiviertel aller Bachelorabsolventen hängen nämlich noch den Master dran.

…obwohl sich führende Unternehmen, wie die Deutsche Bahn, BMW oder BASF 2004 mit einer Erklärung namens „Bachelor Welcome“ dazu verpflichteten, den Absolventen „attraktive Einstiegschancen“ zu bieten und aktiv für die neuen Studiengänge zu werben.

Die Realität sieht bislang anscheinend anders aus, woher sonst sollte die Angst der Absolventen kommen, dass ein Bachelor nicht ausreicht. Eine Ansicht, die auch BWL-Professor Christian Scholz von der Universität des Saarlandes teilt. Bachelor blieben weiterhin unbeliebt, weil sie nicht die gleiche Qualifikation hätten wie einst die Diplomanden. Unternehmen würden nicht zwischen den verschiedenen Studienabschlüssen unterscheiden. „Für Unternehmen gibt es ganz einfach Akademiker – und im Zweifelsfall nimmt man die mit den besten Qualifikationen, also solche mit einem Diplom oder zumindest einem Master“, schreibt Scholz.

Das bedeutet: Je mehr Masterabsolventen auf den Arbeitsmarkt drängen, desto weniger Chancen haben die verbleibenden Bachelors.

Dem Artikel ist wenig hinzuzufügen. Er zeigt aber, das die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes auf dem vollkommen richtigen Weg war, als sie mit dem Beginn des Wintersemester 2011/2012 das Bologna-Diplom anbieten wollte : ein integriertes Studium aus zwei Stufen, mit einem zusätzlichen „Bachelor-Titel“ quasi als Vordiplom. Diese durch diverse Gutachten als gangbarer Weg ausgewiesene Innovation wird aber seit dem Frühjahr 2011 durch das Veto des Universitätspräsidenten blockiert.

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