Schlagwort-Archive: Universität des Saarlandes

Zielvereinbarungen

Was passiert, wenn eine Universität als Zielverbarung mit ihren Professoren das Einwerben von Drittmitteln forciert? Wir  braven Professoren werben Drittmitteln ein. Und wenn wir unsere Zeit mit dem Schreiben von Anträgen verbringen, haben wir natürlich keine Zeit zum Forschen und auch keine Zeit, die Drittmittel auszugeben. Was dann passiert dann? 75 Millionen Überschuss und Strafzinsen wegen zuviel Geld auf dem Konto der Universität. (vgl. Saarbrücker Zeitung).

PS Zu dieser Paradoxie passt es, wenn Land, Präsidium und Fakultät genau den einen Lehrstuhl schließen, der sich unter anderem mit Anreizsystemen und Zielvereinbarungen befasst.

 

SZ: Studentenvertreter attackieren Präsidenten der Saar-Uni

Die Fachschaften Jura und Wirtschaftswissenschaften der Saar-Uni üben in der aktuellen Spar- und Strukturdebatte scharfe Kritik an Uni-Präsident Volker Linneweber. Ihm mangele es an „Durchblick, Weitsicht und einem echten Konzept“, sagte die Fachschaftsvorsitzende Katharina Waller zur SZ. Die Fachschaften wollen nun ein eigenes Sparkonzept für die Uni entwickeln.

Der gesamte Artikel aus der Saarbrücker Zeitung steht -> hier.

Protest gegen Sparpläne des Uni-Präsidenten

Im Zuge der 24-Stunden-Vorlesung (-> hier) gegen die Sparpläne des Präsidenten, in denen sich frei nach Douglas Adams „Last Chance to See“ auch (aber nicht nur) Fächer vorstellen, bei denen die Ausrottung bevorsteht, steht um 7:00 Uhr „Hochschulpolitik im internationalen Vergleich: Ein aufschlussreiches Forschungsprojekt“ (Chr. Scholz) auf dem Programm.

Ansonsten gab es neben seinem Bekenntnis zur Informatik als Chance zur Rettung der Universität drei bemerkenswerte Aussagen des Uni-Präsidenten:

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Sieben Thesen für eine moderne Saar-Uni

Anknüpfend an seinen Kommentar im HANDELSBLATT zu Hochschullandschaft und in Forschung&Lehre zur universitären BWL gibt es heute im FORUM einige kurze Überlegungen zu einer modernen Saar-Uni, nachzulesen  ->hier.

Gefordert wird dort:

  1. Demokratisierung der Universität.
  2. Kooperationskultur.
  3. Verstärkte Nicht-MINT-Forschung.
  4. Anpassung der Bologna-Reform.
  5. Struktursicherheit.
  6. Verwaltungsreform.
  7. Transparenzoffensive.

Also:

Der Umbau der Universität des Saarlandes in Richtung auf MINT mag kurzfristig attraktiv wirken, ist aber gerade für eine Universität dieser Größe ebenso gefährlich wie für das Saarland und seine Unternehmen: Auch wenn Hochschulleitungen von MINT und Elite träumen, müssen Mitarbeiter von morgen Unternehmen in einer Form gestalten, die langfristiges Überleben sichert und eine wirklich lebenswerte Arbeitswelt ermöglicht. Damit sind auch Geistes- und Sozialwissenschaften kein unnötiger Luxus, sondern Teil unserer Identität und unserer nationalen Wettbewerbsstrategie. Denn was wir nicht vergessen dürfen: Habermas und Luhmann haben uns mindestens genauso weitergebracht wie Zeiss und Zuse.