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SR Aktueller Bericht: 2x Interview mit Prof. Dr. Christian Scholz

SR Aktueller Bericht, Sendung von Freitag, 3. Januar 2014:

  • Im Interview mit Patricia Brever spricht Prof. Dr. Christian Scholz, Personalexperte der Universität des Saarlandes, über die Schwierigkeiten des bevorstehenden Wechsels Pofalls zur Bahn. Video -> hier
  • Im Interview mit Patricia Brever spricht Prof. Dr. Christian Scholz, Personalexperte der Universität des Saarlandes, über die Probleme und Chancen, die durch Home-Offices entstehen können. Video -> hier
Ganze Sendung -> hier

aktuellerBerichtQuelle: SR-Online

 

 

 

Prof. Scholz zur Krise der Deutschen Bahn (VDI-Nachrichten)

In den VDI-Nachrichten (online ->hier) analysiert Prof. Christian Scholz die massiven Probleme bei der Deutschen Bahn.

Hier einige Ausschnitte aus dem Artikel.

„Natürlich hätte die Politik die Entwicklung kommen sehen müssen, genauso wie jeder Bahnkunde sie gesehen hat, der schon vor Jahren wegen fehlenden Zugführern nicht fahren konnte“, kritisiert Christian Scholz, Professor für Personalmanagement an der Universität des Saarlandes, in den VDI nachrichten. „Für Politik und Bahn-Management war die Faszination ,Börsengang‘ zu groß und das Bild eines Zugsystems zu verlockend, das nur aus einigen wenigen ICE-Rennstrecken besteht. Deshalb waren globale Investitionen in Dubai interessanter als eine vernünftige regionale Anbindung.“

Aber auch das Bahn-Management habe es sich zu einfach gemacht und einfach das Personal abgebaut. Um sich komplizierte Hochrechnungen für den personellen Gesamtbedarf zu ersparen, habe die Bahn ihre Mitarbeiterzahl so lange heruntergefahren, „bis es wirklich geknallt hat“, so Scholz. „Man reduziert den Personalbestand sukzessive um die magischen 10 %, die Unternehmensberatungen immer vorschlagen – und irgendwann stehen die Züge.“

Inzwischen brauche sich das Unternehmen über sein Image keine Sorgen zu machen. „Das Image kann kaum noch sinken“, so Scholz. „Die Zufriedenheit der Kunden spielt überhaupt keine Rolle mehr. … Die Tatsache, dass es Wortschöpfungen wie ,Fahrzeitverlängerung‘ für ,eingeplante Verspätung‘ gibt, zeigt, dass es in der Führung der Bahn fundamentale Denkfehler gibt. Diese Kultur der Gleichgültigkeit produziert Probleme wie jene in Mainz.“

Der Trend zu einer „generellen De-Professionalisierung im Personalmanagement“ könne sich in vielen Branchen, in Dienstleistungsbereichen, im Finanzsektor, in der Automobilindustrie und im Bildungsbereich noch übel auswirken, ergänzt Christian Scholz: „Und spätestens dann haben wir noch mehr Probleme als die, die wir zurzeit in Mainz bestaunen dürfen.“

 

Weiterführende Überlegungen zur Deutschen Bahn kennen ansonsten die Studenten der Vorlesung „Multiperspektivisches Management“, die wo die Deutsche Bahn ein immer wieder ergiebiges Thema abgibt.