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Heute im ARD-Monitor: Der Bachelor als Nullnummer statt Turbo-Abschluss

Allen, die noch immer glauben, dass die Umstellung auf Bachelor eine gute Idee war, sei die Monitor-Sendung „Nullnummer statt Turbo-Abschluss: der Bachelor“ empfohlen.

Klare Botschaft: So geht es nicht weiter!

Und was war die genannte Alternative: Das Diplom – wie in Mecklenburg-Vorpommern.

Also: Sendung anschauen und dann die Konsequenzen ziehen!

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Bologna-Bilanz und Ausblick: Prof. Scholz im ARD-MorgenMagazin

 

(http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=10259700)

Heute war Prof. Scholz im ARD MorgenMagazin zu Gast. Thema der Sendung: „Bologna-Reform“. Hier zog Prof. Scholz eine vernichtende Bilanz zur deutschen Variante der Bologna-Reform:

„Deutschland ist eines der wenigen Länder, die wirklich etwas umgestellt haben. Dabei hätte man alles wesentlich einfacher und besser haben können. Der deutsche Bachelor ist für sich genommen eine schlichte Katastrophe.“

Was die wenigsten wissen: Eigentlich hätte es zur Erfüllung der Bologna-Idee schon gereicht, in den bewährten Diplomstudiengänge das Vordiplom mit einem Bachelorabschluss und das Diplom mit einem Master zu kombinieren.

Auch wenn die Wirtschaft am Anfang andere Interessen artikuliert und sich für Bachelor-Kurzstudiengänge stark gemacht hat, präferiert sie jetzt eindeutig Master-Absolventen. Die Studierenden wollen ebenfalls mehrheitlich unmittelbar nach dem Bachelor im gleichen Fach und an der gleichen Hochschule ihren Master machen. Das bedeutet aber, dass bei Studierenden und in der Wirtschaft ein Hochschulstudium ganz klar und integriert aus Bachelor- und Masterphase besteht.

Als Blick in die Zukunft weist Prof. Scholz auf das Bologna-Diplom hin:

„Hier wissen Studierende von Anfang an, dass sie fünf Jahre durchgängig studieren können und nicht nach sechs Semestern erst einmal aus dem System herausgekegelt werden.“

Im Bologna-Diplom hat man nach sechs Semestern die Möglichkeit, einen Bachelor-Abschluss zu bekommen.

(Zur Erinnerung: Genau für derartiges Bologna-Diplom haben sich Professoren und Studenten der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes stark macht – leider bisher vergeblich.)

 

Interview mit Prof. Scholz: Der neue und andere „War for Talents“

Gerade im Zusammenhang mit der deutschen Bologna-Umsetzung und den „neuen“ Bachelors gibt es interessante Herausforderungen – wie bei stufenbiel.de nachzulesen. Hier sagt Prof. Scholz unter anderem:

Unternehmen haben immer noch Probleme mit Bachelor-Absolventen, weil sie oft nicht wissen, was sie mit diesem Abschluss anfangen können. Deshalb verfahren sie bei Stellenausschreibungen oft noch nach der Devise: Egal ob Bachelor, Master, Diplom oder Promotion.
Es ist aber völlig unlogisch, alle Absolventen unabhängig von Abschlussart und Hochschultyp gleich zu behandeln.
Das ist eine veraltete Lesart, und hier gibt es noch Nachholbedarf. Nach der neuen Lesart werden für bestimmte Positionen Absolventen mit Bachelor-Abschluss und für andere Stellen Einsteiger mit Master-Abschluss oder Uni-Diplom gesucht.
Das wird sich auch in den Stellenzeigen niederschlagen.
Bisher waren die Stellenanzeigen meist undifferenziert. Das hat auch unsere Studie zu den Chancen von Bachelor im vergangenen Jahr ergeben, und genau das hatten wir damals auch kritisiert.
Jetzt scheint es aber bei den Personalern ein Umdenken zu geben: Für Unternehmen wird es wichtiger, Talente gezielt anzusprechen, um Stellen richtig zu besetzen. Es gibt einen neuen War for Talents. Da müssen Unternehmen sich besser positionieren, sonst haben sie das Nachsehen.

Lesen Sie das gesamte Interview -> hier

Bologna betrifft uns alle – immer mehr!

Prof. Scholz referierte am 6.4.2011 beim Businesslunch Saar in Göttelborn zum Thema „Die Bologna-Reform und ihre Wirkungen auf die saarländische Wirtschaft“. Die zwei klaren Aussagen: „Bologna“ ist viel komplizierter als es scheint, da inzwischen vieles auf die ursprüngliche und gute Vision „draufgesattelt“ wurde. Und: In der „neuen Welt“ ist das betriebliche Personalmanagement viel mehr gefordert als früher.

Eingeladen hatten zu dieser Gemeinschaftsveranstaltung Marketing Club Saar e.V., Wirtschaftsclub Saar-Pfalz-Moselle e.V., Club des Affaires Saar-Lorraine, Arbeitskreis Wirtschaft, Wirtschaftsjunioren Saarland, IHK Saarland, Handwerkskammer des Saarlandes (HWK), Handwerkskammer des Saarlandes (HWK), Wirtschaftsrat, SHS Foundation, Forum Junges Handwerk, Dt.-Mex. Gesellschaft, Dt.-Jap. Gesellschaft, Die Familenunternehmer – ASU und  Die Jungen Unternehmer – BJU.

Die Diskussion um die Bologna-Reform wird seit über 10 Jahren geführt. Inzwischen ist sie verbunden mit einer weitreichenden Strukturveränderung an den Universitäten in Richtung auf extreme Zentralisierung („präsidialer Feudalismus“) und einer Veränderung der Bildungspolitik („Nur Breite statt auch Tiefe“). Ein weiteres Problem ist der Übergang der Bachelor-Absolventen in ein Masterstudium:  „Wirkliche Bildung bekommen nur noch Wenige; junge Absolventen werden zu passgenauen Menschen und billigen Arbeitskräften.“

In diesem neuen System haben Unternehmen weitreichende Mitgestaltungsrechte an den Hochschulen: „Unternehmen konnten sich die Bachelor so backen, wie sie wollten – tragen aber jetzt die Verantwortung für das Ergebnis!“ Deshalb ist es paradox, wenn die Wirtschaft die Bachelor-Absolventen teilweise eben doch nicht willkommen heißt und deshalb beispielsweise an der Uni Frankfurt rund 75% der Bachelor sofort einen Master machen wollen. An der Universität des Saarlandes dürften es noch mehr sein, die jetzt in das gefürchtete „Rauskegeln aus“ und „Neubewerben in“ das System kommen.

Zum Schluss gab es noch eine kleine Warnung: müssten sich durch die deutsche Version der Bologna-Reform auf höhere Fluktuation, veränderte Qualifikation und auf Mitarbeiter mit geringerer Selbstständigkeit einstellen. Gerade deshalb sollten Unternehmen aktiv werden: „Duale Studiengänge müssen durchdacht, Diplomstudiengänge geschaffen, interne Schulungen forciert und Kontakte vor allem zu den Fakultäten ausgebaut werden“, so Christian Scholz.

LINK zum Text -> HIER

Mehr Infos unter:
http://bwldiplomuds.wordpress.com
http://www.bologna-schwarzbuch.de

Kontakt:
Dipl.-Hdl. Stephan Buchheit
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Organisation, Personal- und Informationsmanagement Tel.: ++49(0)681 302 4120
E-Mail: sb@orga.uni-sb.de
Web: http://www.orga.uni-sb.de

 

 

 

„Wie behandeln die Unternehmen den Bachelor?“ Artikel in Magazin Forschung & Lehre

Im Jahr 2004 verkündeten 15 Unternehmen ihre „Bachelor Welcome“ Erklärung, die inzwischen erweitert und von rund 200 Unternehmen bekräftigt wurde. Grund genug, sich ein Bild von der tatsächlichen Bachelor-Akzeptanz zu machen. Haben sich die deutschen Unternehmen auf Bologna eingestellt? Eine Studie nährt Zweifel.

Der neuer Artikel von Professor Scholz in Forschung & Lehre „Von der »Generation Bologna« zur »Generation Praktikum«“ thematisiert genau diese aktuelle Thematik.

Professor Scholz am Sonntag bei Fragen an den Autor (SR 2 Kulturradio)

Gemeinsam stellen sich die Herausgeber des Bologna-Schwarzbuchs den Fragen an den Autor. Auf SR 2 Kulturradio sprechen Professor Volker Stein von der Universität Siegen und Professor Christian Scholz mit SR-Redakteur Dr. Jürgen Albers über das Bologna-Schwarzbuch und die Bolognareform insgesamt.

Die Sendezeit: Sonntag (20.09.2009) von 11.04-12.00 Uhr.
(Die Sendung kann auch über Satellit und Webradio empfangen werden.)

Der Weblog zum Bolognaschwarzbuch: http://www.bologna-schwarzbuch.de/