Standard.at: Future Works


Haftungsrisiko Personalmanagement
(unveröffentlicht;
verfasst am 07.10.2008)

Was passiert, wenn ein Unternehmer einen Baggerfahrer einstellt, der keinen Führerschein hat, nicht mit dem Bagger umgehen kann und beim ersten Baggerversuch irrtümlich eine Hochspannungsleitung abreißt? Man wird prüfen, ob die Personalabteilung grob fahrlässig gehandelt hat und vielleicht sogar den Personalchef für diese Personalentscheidung zivil- beziehungsweise strafrechtlich verantwortlich machen.

Kreativer Kapitalismus
(unveröffentlicht;
verfasst am 04.09.2008)

Wer beim Konzert auf der Donauinsel nicht nur auf den Super-Star Madonna schaut, sondern auch auf die Leinwände mit Videos, wird sich vielleicht wundern: Auf der Liste der „guten Menschen“ dieser Welt steht neben Martin Luther King und Mutter Theresa auch Bill Gates. Ja, dieser Bill Gates, der für viele gleichbedeutend ist mit Monopolist, Kapitalist, Karrierist und Verkäufer langweiliger Software. Doch Bill Gates taucht noch an einer anderen Stelle unverhofft auf: Im August strahlt er vom Cover der TIME und verkündet in einem umfangreichen Artikel sein neues Konzept. Er nennt es „Kreativer Kapitalismus“ und will damit die Armut in der Welt reduzieren.

Politikfreie Zone?
Wahlen: Die Arbeitswelt hat keine Rolle

(veröffentlicht am 28.09.2008)

Was haben die österreichischen Nationalratswahlen und die amerikanischen Präsidentschaftswahlen gemeinsam? Sicherlich auf den ersten Blick nicht viel. Aber es gibt doch eine Parallele: In keinem der Wahlkämpfe spielt die Arbeitswelt eine erkennbare Rolle!
Fragwürdige Karrierehilfe - Zur Förderung von Wissenschafterinnen an den Universitäten
(veröffentlicht am 25.08.2008)
Auf den ersten Blick erfreulich: Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung spendiert im Rahmen der Initiative fForte den Unis 6,6 Millionen Euro, wenn sie mehr Frauen als Professorinnen einstellen - angesichts der knappen Universitätskassen viel Geld.
Neue Konzepte für "die schöne, neue Arbeitswelt"
(veröffentlicht am 26.07.2008)
Auch wenn sie uns fast alle persönlich trifft: Die Diskussion um die Pendlerfreibeträge ist lediglich ein Symptom für ein grundsätzliches Problem. Dieses kann man gut an den Treibstoffpreisen festmachen: Was passiert, wenn der Liter Benzin drei Euro kostet und der am Abflugtag bekanntgegebene Kerosinzuschlag den Preis für das Flugticket übertrifft?
"Expect Emotions"
(veröffentlicht am 31.05.2008)
Einige Tage bis zur EURO 2008 und bis wirklich jeder den EM-Slogan kennt: Expect Emotions. Damit haben die Organisatoren ins Schwarze, beziehungsweise ins Tor, getroffen: Gerade in unserer scheinbar so rationalen Welt entwickelt sich Emotionalisierung zur Maxime. Dies gilt für eine Fußball-EM und für großflächige Unterwäscheoder Mineralwasserreklame ebenso wie für unsere Lebens- und Arbeitswelt.
Talentförderung für Talentmanager
(veröffentlicht am 03.05.2008)
Wenn man im Internet einkauft, packtman durch den obligaten „Click“ Waren in den virtuellen Einkaufskorb. Praktisch wäre eine solche Möglichkeit, Kompetenzen für den Beruf „Talentmanager“ („m/w“) einzukaufen. Dann würde sich aber die Frage stellen, welche Kompetenzen man für Personalisten „zusammenklicken“ sollte.
Talent Management statt Krieg um Talente
(veröffentlicht am 09.02.2008;
hier online abrufbar)
Es geht ein Gespenst um in Europa, das "War for Talents" heißt - Ursprünglich von einer bekannten US-Unternehmensberatung als Slogan ausgerufen... ... geistert es wie das täglich grüßende Murmeltier durch die Personalabteilungen. Auch jetzt gibt es zunehmend Bereiche, in denen Unternehmen händeringend Mitarbeiter suchen.
Die Arbeitswelt als Frauenwelt?
(veröffentlicht am 26.04.2008)
Frauen sind auf dem Vormarsch: am Arbeitsmarkt, im Bereich der Weiterbildung, im bezahlten Sport, den Medien und der Politik. Was dieser Trend für die männlich dominierte Welt bedeutet, darüber wird heute noch zu wenig reflektiert.
Warum E-Learning "tot" ist - und was "lebt"
(veröffentlicht am 19.04.2008)
Das Fraunhofer-Institut hat es bereits 2004 diagnostiziert: "Der E-Learning- Hype ist vorbei." Dabei geht es um Lernplattformen, die sich aus Autorensystemen, Contentverwaltung, Administration und vielem mehr zusammensetzen, unter der Oberfläche von möglichst einem Hersteller, der alles liefert. Dabei klang alles so einfach: Warum nicht bestehende Inhalte auf eine standardisierte Lernplattform packen, woraufhin sie die Lernenden nach Belieben oder nach Systemkontrolle durch den Administrator abrufen können - und Unternehmen brauchen keine teuren Schulungsveranstaltungen mehr. Die Mitarbeiter gehen stattdessen (in ihrer Freizeit?) an den Computer und in die "virtuelle Corporate University". Auch Hochschulen träumten von eigenen (und fremden) Studierenden, die gegen Geld ohnehin vorhandene Lehrinhalte als E-Learning konsumieren.
Personalarbeit via iPhone
(ve
röffentlicht am 05.04.2008)
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer ist seiner Zeit offenbar voraus und telefonierte schon Markteinführung in Österreich mit dem neuen iPhone von Apple. Eine Nachricht, die Opposition und Öffentlichkeit brennend zu interessieren scheint. Vergleichsweise weniger allgemeines Interesse findet dagegen die Ankündigung von Apple, wonach das iPhone neue „Features“ wie ein SDK und ActiveSync bekommt. Übersetzt für Nichtinformatiker: Das iPhone ist auf dem Wege, die Funktionalität eines normalen Büro- PCs zu erreichen.
Die Fernando Alonso-Logik
(unveröffentlicht;
verfasst am 25.9.2007)
Die diesjährige Formel 1 hat mit der Entscheidung des Berufungsgerichtes in London, doch nicht am grünen Tisch McLaren-Mercedes den Sieg für die abgelaufenen Formel 1-Saison zuzusprechen, ihr plausibles Ende gefunden. Gleichzeitig steht fest, dass dieses Jahr einiges geboten hat, was es Wert ist, sich im Detail noch einmal anzuschauen. Sicherlich ist Sportwelt nicht gleich Arbeitswelt – trotzdem gibt der diesjährige Motorsport interessante Einblicke in die Arbeitswelt der Zukunft.
Tue Gutes und werde (nicht) reich!
(veröffentlicht am 15.09.2007;
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In Philadelphia wurde 1776 die amerikanische Unabhängigkeitserklärung verkündet und mit der Freiheitsglocke entsprechend geehrt. Da stört es nur geringfügig, dass diese Glocke fast von Anfang an funktionsuntüchtig und von einem Riss durchzogen ist. Wichtiger ist, dass auch die amerikanische Verfassung in dieser geschichtsträchtigen Stadt unterzeichnet wurde.
 
Schuften trotz Krankheit
(
veröffentlicht am 04.08.2007;
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Vor rund zehn Jahren in England als Wort geprägt, gewinnt Präsentismus gegenwärtig in den USA immer mehr an Bedeutung und hat es 2004 immerhin in die renommierte Zeitschrift Harvard Business Review geschafft. Hinter Präsentismus steckt - anders als beim "Absentismus, bei dem ein gesunder Arbeitnehmer lieber den Arbeitstag am Badesee oder beim privaten Hausbau verbringt - jemand, der zur Arbeit kommt, obwohl er in Wirklichkeit krank ist..
Reputationsverfall
(veröffentlicht am 28.08.2007;
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Ja! An der Spitze von Unternehmen und Verbänden geht es nicht immer mit rechten Dingen zu. Wird die Zerstörung des guten Rufes zur Normalität? Der Bawag-Prozess ist endlich am Laufen. Doch trotz dramatischer Eröffnungsplädoyers scheint man sich irgendwie daran gewöhnt zu haben, dass es an der Spitze von Unternehmen und Verbänden nicht immer mit rechten Dingen zugeht. Dieser Gewöhnungseffekt verwundert nicht, schaut man sich die lange Liste der Skandale an, die es auch außerhalb von Österreich gibt: von Enron und ihrer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen über den Chef der Deutschen Bank, der sich für 3,2 Millionen Euro quasi aus seinem Prozess freikaufen konnte, bis hin zu Siemens und anderen Unternehmen mit Reputationsverfall.
Bewerberselektion mit "GooglePsycho"
(veröffentlicht am 09.06.2007;
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Es wirkt zunächst wie eine harmlose Meldung: Google, die mächtigste Suchmaschine der Welt, beantragt ein neues Patent Man plant im Zeitalter des Web2.0 - der neuen Denkart über das Internet - psychologische Profile über Online-Spieler zu erstellen, also über Teilnehmer von World of Warcraft oder Second Life, sowie über Besitzer von internetfähigen Spielekonsolen. Diese Profile will Google an "interessierte Dritte" verkaufen.
Was die Arbeitswelt von morgen bestimmt
(veröffentlicht am 05.05.2007;
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Zwei Richtungen bestimmen die Arbeitswelt von morgen: Einerseits die wichtiger werdende kollektive Flexibilisierung Hier wird Europa nicht umhin kommen, Regelungsdichte sowie -höhe radikal zu reduzieren und auf ein freies Spiel der Kräfte zu setzen. Die Arbeitswelt der Zukunft wird kaum gesetzliche Regeln für Unternehmen kennen, dafür aber ein Maximum an Flexibilität erlauben. Dies ist für unsere Wettbewerbsfähigkeit erforderlich und angesichts des davon beeinflussten wirtschaftlichen Aufschwungs nicht notwendigerweise zum Nachteil der Beschäftigten.
 
Leuchttürme bauen
(veröffentlicht am 07.04.2007;
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Wenn man über die Arbeitswelt der Zukunft spricht, kommt man an den Thesen von Thomas Friedman nicht vorbei Wenn man über die Arbeitswelt der Zukunft spricht, kommt man an den Thesen von Thomas Friedman nicht vorbei: In seinem Buch "Die Welt ist flach" beschreibt er den unaufhaltsamen Trend, wonach in einer grenzenlosen Weltwirtschaft das Kapital sich seine Arbeit dort sucht, wo es sich am profitabelsten entwickeln kann.
 
Der Profi-Personalmanager
(
veröffentlicht am 03.03.2007;
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Der Personalmanager als harmloser, zurückhaltender 'Business Partner' oder professionelle Personalabteilungen - Was bringt die Zukunft? Der Organisationssoziologe Stefan Kühl erntete Applaus für seine Forderung, Personalmanager sollten am besten nicht auffallen und sich innerhalb des Unternehmens zurückhalten. Ihre Aufgabe bestehe darin, im Verborgenen zu wirken und sich auf keinen Fall anzumaßen, Managementfunktionen wahrzunehmen oder gar Controllingstandards zu setzen. Der Personalchef Thomas Sattelberger haut in die gleiche Kerbe, wenn er für die HR-Abteilung fordert, "lieber Dienstleister als Business Partner" zu sein.
Kompetenz für Lernstrategien
(veröffentlicht am 27.01.2007;
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IBM hat ihn, Daimler Chrysler und EADS ebenso, aber auch kleinere Unternehmensberatungen und das United Nations Development Programme IBM hat ihn, Daimler Chrysler und EADS ebenso, aber auch kleinere Unternehmensberatungen und das United Nations Development Programme - alle mit unterschiedlicher Sichtbarkeit und Wirksamkeit. Die Rede ist vom Chief Learning Officer (CLO) als Kompetenzträger für Lernaktivitäten im Unternehmen.
Prozess optimiert?
(veröffentlicht am 30.12.2006;
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Ein Schreckgespenst geht um. Was passiert, wenn die gesamte Personalarbeit ausgelagert wird Es geht ein Gespenst um in Europa: die HR-Geschäftsprozessoptimierung. Ein Schreckgespenst scheint diese Entwicklung in den Human Resources (HR) nicht zu sein, kommt es doch im Gewand einer süßen Fee daher und suggeriert ein personalwirtschaftliches Schlaraffenland: Viele kleine Zahnräder sorgen für reibungslose Abläufe. Der Lebensweg eines Mitarbeiters wird lückenlos begleitet - von der automatischen Bewerbung über die mit Bildungscontrolling unterlegte Personalentwicklung bis hin zur wasserdichten Kündigung. Die Frage, wer hier was IT-mäßig umsetzt, interessiert den Personalisten peripher. Er beobachtet entspannt die erfüllten Service Level Agreements und kann sich auf die strategischen Fragen konzentrieren, die Spaß machen und seinem Status als Partner des Top-Managements entsprechen.
 
Bilanziertes Humankapital
(veröffentlicht am 02.12.2006;
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Für Les Hayman, damals "Chief Officer of Global Human Resources" bei SAP, waren bereits 2004 zwei Punkte klar Zum einen ist Humankapital wie Pesto. Vor fünf Jahren kannte es keiner, heute findet man es überall. Zum anderen wird Humankapital mittelfristig wie alle anderen Kapitalarten in der Bilanz stehen, weil nur so ein Quervergleich von Unternehmenswerten wirklich möglich ist..
 
Leadership ist erlernbar!
(veröffentlicht am 11.11.2006;
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Ein stilvolles Restaurant, der Attersee als beeindruckender Rahmen, ein zum Salzkammergut passendes Buffet und ein kleiner Kreis Gäste.... Ein stilvolles Restaurant, der Attersee als beeindruckender Rahmen, ein zum Salzkammergut passendes Buffet und ein kleiner Kreis Gäste. Einer davon ist Unternehmer, nach "nicht so ganz erfolgreichen" Bemühungen in einem deutschen Konzern inzwischen an der Spitze eines mittelständischen Betriebes in Österreich angekommen. Dieser Unternehmer beginnt über Führung zu referieren: "Richtige Führung kann man nicht lernen. Weder im Seminar noch an der Uni, und sei es Harvard. Entweder man kann es oder nicht." Er kann es natürlich, und prompt lässt er - ohne die Ironie seines Handelns zu begreifen - Taten folgen: Er greift zum Teller seines Tischnachbarn und zeigt ihm, wie man "richtig" die Saiblinge tranchiert.
 
Die Anti-Hascherl-These
(veröffentlicht am 21.10.2006;
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Wer kann sich nicht daran erinnern, als es zum ersten Mal "Computerkurse für Mädchen" gab, begründet mit den Schwierigkeiten dieser Zielgruppe, in der Nähe der männlichen Kollegen erfolgreich zu lernen. Oder an Stellenanzeigen mit dem Versprechen feinfühliger Integration von Frauen in den Betrieb. Auch der "Girls'-Day", der Möglichkeiten abseits traditioneller Rollenbilder aufzeigen soll, und das Frauen-Business-Mentoring des Ministeriums für Gesundheit und Frauen dürfen nicht vergessen werden.
No-Aging Workforce
(veröffentlicht am 30.09.2006)
 
In dem Werbespot sieht das irgendwie lustig aus: Ältere Damen in roten Badeanzügen vom Typ Baywatch bekommen vom Sparkassen-Mann rote Rettungsbojen ausgehändigt und laufen (mehr oder weniger) rasch in Richtung Meer. Dazu die Frage: Wollen Sie wirklich bis ins hohe Alter arbeiten? Klare Antwort: Natürlich nicht!