Ziel:
Stellen
Sie sich folgende Situation vor: Der Finanzvorstand hat gerade
seinen Bericht über die finanzielle Lage des Unternehmens vorgestellt
und durch eine Vielzahl von Kennzahlen einmal mehr die Bedeutung
seiner Person für das Wohlergehen der Unternehmung eindrucksvoll
unter Beweis gestellt. Und nun werden Sie gefragt - Sie, als
Personalvorstand! "Wie steht es denn eigentlich mit unserem
Human Capital? Ist es mehr geworden oder weniger...?" Die
Antwort...?!?? Welche Fakten, welche Kennzahlen, welche konkreten
Erkenntnisse können Sie präsentieren? Wie ermitteln Sie Ihr
Human Capital? Und: Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus?
Sieht
Ihre Organisation in den Mitarbeitern das größte Kapital und
nennt das Human Capital ihre wichtigste Ressource?
Und liegt der Wettbewerbsvorteil Ihres Unternehmens nicht primär
in riesigen Anlagen und sonstigen physischen Produktionsfaktoren,
sondern vielmehr in der Kreativität, der Innovationskraft, dem
Wissen und der Kompetenz ihrer Mitarbeiter?
Dann
werden Sie sich für die Arbeit des Forschungsprojektes Human
Capital Management (HCM) interessieren! Es hat sich nämlich
zum Ziel gesetzt, ein stimmiges und in die Praxis umsetzbares
Konzept zur Ermittlung und Bewertung des Human Capitals von
Organisationen zu entwickeln. Ähnlich wie der Ausweis von Finanzkennzahlen
im Geschäftsbericht soll so auch der Erfolgsfaktor Human Capital
messbar und dadurch unternehmensintern wie auch -extern mit
Wettbewerbern bzw. im Zeitverlauf vergleichbar und als Entscheidungsgrundlage
nutzbar werden.
Inhalt:
Bei der Beschäftigung mit Human Capital Management sind zwei eng miteinander
verzahnte Funktionen zu diskutieren: Im Rahmen des Human Capital
Measurements erfolgt zuerst die konkrete Ermittlung des Human
Capitals; darauf aufbauend beinhaltet die Human Capital-Optimierung
die unmittelbare Nutzung der so gewonnenen Erkenntnisse, indem
etwa die Möglichkeiten zur Einbindung der konkreten Measurement-Methode
in die Organisationskultur diskutiert werden oder die ermittelten
Human Capital-Werte im Rahmen der Planung von Personalentwicklungsmaßnahmen
Berücksichtigung finden.
Die
Diskussion von Human Capital Management wird an der Schnittstelle
von Personalmanagement und Organisation geführt. Hier kann auf
die Kernkompetenzen des Lehrstuhls zurückgegriffen werden, indem
der Saarbrücker Dreidimensionale Personalmanagement-Ansatz und
die Multiperspektivität der Strategischen Organisation die methodischen
Grundlagen für die Human Capital-Diskussion bilden.
Betroffen
sind alle betrieblichen Personalmanagementfelder, die sowohl
in ihrer verhaltens- als auch in ihrer informationsorientierten
Ausrichtung auf der strategischen, taktischen und operativen
Ebene anzuwenden sind. Die organisatorische Einbindung des Human
Capital Managements berücksichtigt die strategische, mechanische,
organische, kulturelle, intelligente und virtuelle Perspektive
der Organisation in ihrem Gesamtzusammenhang.
Zwar
existiert bereits eine Vielzahl von (überwiegend
aus dem nordamerikanischen Raum stammenden) Konzepten
zur Ermittlung des Human Capitals. Gleichwohl ist es keinem
dieser Vorschläge gelungen, sich auf breiter Front - in verschiedenen
Unternehmen, Branchen und Ländern - durchzusetzen. Es wird also
ein neuer Measurement-Ansatz entwickelt und zur Diskussion gestellt
werden, mit dessen Hilfe die oben gestellten Fragen - wie es
konkret um das Human Capital einer Organisation bestellt ist
- beantwortet werden können. Anknüpfend an diesen Measurement-Ansatz können schließlich Maßnahmen
zur Human Capital-Optimierung abgeleitet werden.
Zeitplanung:
Der
Zeitrahmen des Human Capital Management-Projektes reicht von
November 2001 bis Ende des Jahres 2003. Buchveröffentlichung:
Mai 2004 (erfolgt!).
Mitarbeiter am Projekt Human Capital Management (HCM):
Dipl.-Kfm.
Roman Bechtel, Dr. Volker Stein
Publikationen:
Scholz, Christian, Personalmanagement
im Aufbruch. Wertschöpfung durch Personalmanagement. Kompendium
der neuen BWL, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.07.2001,
27.
Scholz,
Christian/Bechtel, Roman,
Vordenker und mustergültige Unternehmen, in: Personalwirtschaft
29 (1/2002), 10-11.
orga.uni-sb.de kooperiert
im Rahmen des Projektes "Personalmanagement im Dialog (PiD)"
mit der NetSkill AG. Auf den Seiten von http://www.competence-site.de
wird im Competence Center „Personalmanagement“ eine
Serie spannender Spezialthemen von hoher personalwirtschaftlicher
Aktualität und Relevanz mit interessierten Vertretern aus
Wissenschaft und Praxis diskutiert. Hier das Impulsstatement
Scholz,
Christian/Bechtel, Roman,
Human Capital Management (HCM): Wieviel ist ein Mitarbeiter
wert? Impulsstatement zu „Personalmanagement im Dialog“,
http://www.competence-site.de/personalmanagement.nsf/E55AE9718F44C7FDC1256CDF003C0B66/$File/impulsstatement_zum_human_capital_management.pdf,
06.02.2003
... und das Abschlußstatement
Scholz,
Christian/Bechtel, Roman,
Human Capital Management (HCM): Wieviel ist ein Mitarbeiter
wert? Schlußstatement „HCM-Diskussion: ...DANKE
und TSCHÜSS!!“, http://www.competence-site.de/personalmanagement.
nsf/B4DDDFC43EDEDFC0C1256CF400461879/$File/hcm_schlußstatement.pdf,
20.03.2003
... zum abgeschlossenen
Spezialthema "Human
Capital Management (HCM): Wieviel ist ein Mitarbeiter wert?"
(27.02.2003-19.03.2003).
Scholz,
Christian/Stein, Volker/Bechtel, Roman,
Zehn Postulate für das Human-Capital-Management, in: Personalwirtschaft
30 (5/2003), 50-54.
Scholz, Christian,
Einige Anmerkungen zu immateriellen Vermögenswerten. Editorial,
in: Zeitschrift für Personalforschung 17 (2003), 149-150.
Scholz,
Christian/Stein, Volker/Bechtel, Roman,
Human Capital Management. Wege aus der Unverbindlichkeit, München/Unterschleißheim
(Luchterhand) 2004.

Scholz, Christian,
Zehn Fragen und Antworten zum Human-Capital-Management, in:
Personalwirtschaft 31 (5/2004), 10-15.
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Christian Scholz/Dipl.-Kfm.
Roman Bechtel
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des Saarlandes
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