Die
theoretische Basis der GPP-Studie bildet der Konfigurationsansatz,
der durch die Methode der Mustererkennung realisiert wird: Eine
große Zahl organisatorischer Kenngrößen wird in ihren Konfigurationen
erhoben. Die Datenerhebung erfolgt durch Fragebogen und Interviews,
die Auswertung der in einer Unternehmensdatenbank zusammengefaßten
Daten zur Erkennung von Erfolgsmustern durch umfangreiche statistische
Analysen.
Ziel
der Studie ist es, im einzelnen zu betrachten, inwieweit "erfolgreiche"
Unternehmen in ihrer Umwelt proaktive Aktionsstrategien verfolgen
und inwieweit sie reaktiven Handlungsmustern folgen. Interessant
ist in diesem Zusammenhang der Vergleich der Systeme verschiedener
Länder.
Zur
Beantwortung dieser Fragestellung ist vorgesehen, Interviews und
schriftliche Befragungen mittels Fragebogen bei Managern der Top-500
Unternehmen in den beteiligten Ländern durchzuführen. Bei der
Erstellung der englischen und spanischen Interviewleitfäden und
Fragebogen, die bereits abgeschlossen ist, konnte auf die für
ein ähnliches Projekt erstellten Instrumente zurückgegriffen werden.
Interviewpartner sind hauptsächlich die Direktoren der Personalfunktion,
da zu erwarten ist, daß diese sowohl einen Überblick über das
Gesamtunternehmen und seine strategischen Ausrichtungen als auch
über die Personalfunktion aufwiesen.
Insgesamt
werden pro Unternehmen etwa 890 Variablen erhoben und später entsprechend
(u.a. durch Faktorenanalyse) verdichtet. Im Zentrum der Betrachtung
steht hier als entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen die
Unternehmenskultur. Für international operierende Unternehmen
ist ein weiterer Erfolgsfaktor die adäquate Gestaltung der Insystem-Komponenten.
Unter diesem Aspekt werden auch Organisationsstruktur, Personal,
Marketingaktivitäten, aber auch Entscheidungs- und Kontrollprozesse
analysiert, um systematische Unterschiede in der Managementpraxis
der beteiligten Länder aufzudecken.
In
der Datenauswertungsphase werden die erhobenen Daten zusammengefaßt
und mit Hilfe von Statistikprogrammen (SPSS) ausgewertet, wobei
u.a. T-Tests, ANOVA-Prozeduren, Regressions- und Cluster-Analysen
vorgesehen sind.
Ausgewählte
Veröffentlichungen von Univ.-Prof. Dr. Christian Scholz zum Thema
Internationales Personalmanagement und internationale Organisation
sind im folgenden aufgelistet:
Personalmanagement
- Informationsorientierte und verhaltenstheoretische Grundlagen,
München (Vahlen) 4. Auflage 1994, Kapitel 9: Internationales Personalmanagement.
Corporate
Culture and Europe 1992, in: Hallinnon Tutkimus, The Finnish Journal
of Administrative Studies 3 (1991), 222-226.
Personalpolitik
als Instrument zur bewußten Kulturdifferenzierung und Kulturkoexistenz,
in: Sonderband der Zeitschrift für Personalforschung, Euro-Strategisches
Personalmanagement, Band 1 (1991), 43-74 (gemeinsam mit Teresa
Messemer und Marco Schröter).
Internationalisierungs-Strategien
und Personalmanagement: Personalpolitik interkulturell gestalten,
in: Gablers Magazin 5 (11-12/1991), 34-38 (gemeinsam mit Marco
Schröter).
Der
Internationalisierung fehlen klare Konturen, in: Personalwirtschaft
19 (2/1992), 17-22.
Die
Landeskultur und ihre Tücken meistern, in: Personalwirtschaft
19 (7/1992), 11-14.
Die
Kulturen müssen sich vertragen, in: Personalwirtschaft 19 (11/1992),
30-33.
Die
richtige Kulturstrategie schafft Synergien, in: Personalwirtschaft
20 (1/1993), 31-36.
Cross-Cultural
Management: A Comparison of British and German Subsidiaries, Unveröffentlichtes
Arbeitspapier zur EAM-Konferenz 31.5.-4.6.1993 in Berlin, Saarbrücken
1993 (gemeinsam mit Marco Schröter und Yvonne Stedham).
Deutsch-Britische
Zusammenarbeit: Organisation und Erfolg von Auslandsniederlassungen,
München-Mering (Rainer Hampp) 1993.
U.S.-German
Cooperation: A Framework for an Organizational Analysis Project,
Diskussionsbeitrag Nr. 29 des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre,
insbesondere Organisation, Personal- und Informationsmanagement
an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken 1994 (gemeinsam
mit Michael J. Kavanagh).
HRM
and Human Resource Information Systems in Europe 1992. Hopes and
Reality, in: Kirkbride, Paul (Hrsg.), HRM in Europe, London (Routledge)
1994, 133-143 (gemeinsam mit Michael J. Kavanagh).
Struktur
und Verhalten deutscher Unternehmen 1991: 1. Deutscher IOO-Ergebnisbericht,
Diskussionsbeitrag Nr. 34 des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre,
insbesondere Organisation, Personal- und Informationsmanagement
an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken 1994 (gemeinsam
mit Yves Michels).
International
Human Resource Management: A Holistic Framework for Research and
Training, Diskussionsbeitrag Nr. 35 des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre,
insbesondere Organisation, Personal- und Informationsmanagement
an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken 1994 (gemeinsam
mit Michael J. Kavanagh).
Strategisches
Euro-Management, in: Scholz, Christian/Zentes, Joachim (Hrsg.),
Strategisches Euromanagement, Stuttgart (Schäffer-Poeschel) 1995,
31-55.
How
to get and integrate new employees: Empirical findings from five
European countries, Diskussionsbeitrag Nr. 37 des Lehrstuhls für
Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation, Personal-
und Informationsmanagement an der Universität des Saarlandes,
Saarbrücken 1995.