DFG-Graduiertenkolleg der Universität des Saarlandes

"Interkulturelle Kommunikation in kulturwissenschaftlicher Perspektive"

Zielsetzungen des Graduiertenkollegs:

 

Das Graduiertenkolleg zielt darauf ab, in empirischer und methodischer Perspektive interdisziplinäre Grundlagenforschung auf dem Gebiet der interkulturellen Kommunikation zu fördern. Die in gleicher Weise auf historische und aktualitätsbezogene Phänomene zielenden Problemstellungen des Kollegs umgreifen in methodischer Hinsicht in erster Linie die Untersuchung interkultureller Transfer- und Rezeptionsprozesse (etwa die Aneignung fremder Lebensformen und Kulturgüter), die Analyse von Fremdwahrnehmungsvorgängen (Fremdbilder in unterschiedlichen Medien und Kommunikationsformen im Zusammenhang mit kollektiven Identitätsmustern, Stereotypenbildung, etc.) sowie den Zusammenhang von praktischem Handeln und kulturell-mentalen Vorstellungsmustern (z.B. im Wirtschaftsbereich, etwa im Personalmanagement internationaler Unternehmen, etc.).

In geographischer Hinsicht stehen aufgrund der personalen Zusammensetzung des Graduiertenkollegs und der Forschungstraditionen der Universität des Saarlandes die interkulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich (bzw. dem frankophonen Kulturraum) im Zentrum. Diese stehen jedoch in systematischem Zusammenhang mit anderen Schwerpunktbereichen, insbesondere den deutsch-amerikanischen Kulturbeziehungen.

Die der Konzeption von Graduiertenkollegs zugrundeliegende Verzahnung von Lehre und Forschung schließlich eröffnet die Möglichkeit, die im Sommersemester 1994 eingerichteten neuen Studiengänge im Bereich "Interkulturelle Kommunikation" mit innovativen Forschungsansätzen zu verknüpfen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowohl innerhalb einzelner Fächer der Philosophischen Fakultät als auch zwischen der Philosophischen und der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät auf der Grundlage eines neuen Lehr- und Forschungsschwerpunktes zu fördern.

 

Lehr- und Forschungsbereiche:

 

Projektbereich 1:

 

1. Begrifflichkeit und Theoriebildung der interkulturellen Kommunikation in unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen - methodologische und anthropologische Aspekte

Prof. Dr. K. Lorenz, Philosophie, in Kooperation mit Prof. Dr. Chr. Scholz, Betriebswirtschaftslehre

 

Projektbereich 2:

 

Fremdwahrnehmungsprozesse und Interaktionsmuster in historischer Dimension:

1. Fremde und Fremdheit in der Frühen NeuzeitProf. Dr. R. van Dülmen, Geschichte der Frühen Neuzeit und Landesgeschichte

2. Interkulturelle Kommunikationsmuster und Soziabilitätsformen im deutsch- französisch-luxemburgischen Grenzraum
Prof. Dr. R. Hudemann, Neuere und Neueste Geschichte

 

Projektbereich 3:

 

Interkulturelle Wahrnehmungs- und Transferprozesse in literarischen und kulturellen Medien

1. Interkulturelle Transfer- und Rezeptionsprozesse in den frankophonen Kulturen des 18.-20. Jahrhunderts
Prof. Dr. H.-J. Lüsebrink, Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation

2. Internationale Soziabilität, Fremdwahrnehmungsmuster und interkulturelles Schreiben in den literarischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts
Prof. Dr. M. Schmeling, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft

 

Projektbereich 4:

 

1. Interkulturelle Kommunikation und Stereotypenbildung als betriebswirtschaftlich relevante Formen interkultureller Rezeption und Interaktion
Prof. Dr. Chr. Scholz, Betriebswirtschaftslehre, in Kooperation mit Prof. Dr. H.-J. Lüsebrink, Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation

Erläuterung:

 

Das Graduiertenkolleg "Interkulturelle Kommunikation in kulturwissenschaftlicher Perspektive" verfolgt die Zielsetzung, in interdisziplinärer Zusammenarbeit Promotionsvorhaben zu initiieren und zu fördern, die unter Bezug auf die drei in inhaltlichen und methodischen Schwerpunkten organisierten Forschungsbereiche Wahrnehmung, Transfer und Interaktion
a) Vorgänge interkultureller Eigen- und Fremdwahrnehmung,
b) Prozesse des kulturellen Austauschs, der Rezeption und des Transfers und
c) soziale Interaktionsformen und -situationen umfassen, an denen Angehörige verschiedener Kulturen beteiligt sind.

Den Begriffen "Kultur" und "Kulturwissenschaft" liegt ein anthropologisch orientierter Bedeutungsrahmen zugrunde. Unter "Kultur" wird ein universelles, für eine Gesellschaft, Nation, Organisation oder Gruppe typisches Bedeutungs- und Orientierungssystem verstanden, das festlegt, welche Bedeutungen eine Gemeinschaft oder Gruppe sozialen Phänomenen und Praktiken zuschreibt (C. Geertz, A. Thomas). Im Zentrum der Fragestellungen des Graduiertenkollegs steht die auf Nationen bezogene Bestimmung von "Kultur", obwohl in einzelnen Projektbereichen, vor allem in den geschichtswissenschaftlichen Projekten, auch andere kulturelle Einheiten, wie 'Regionalkultur' und 'ländliche Kultur', Bezugsparadigmen darstellen. Mit der systematischen Einbindung der Literatur- und Kulturwissenschaften in die Fragestellungen des Graduiertenkollegs ist be-absichtigt, weit stärker als bisher in der interkulturellen Forschung jeweils die Materialitäten und Medien der Kommunikation zu berücksichtigen (u.a. Literatur, nicht-fiktionale Printmedien, audiovisuelle Medien, pragmatische Textsorten). Der Begriff der "Interkulturellen Kommunikation" lenkt den Blick seinerseits auf die Komplexität der Beziehungen zwischen Kulturen. Die folgenden Fragen- und Themenkomplexe, die für die drei Forschungsbereiche des Graduier-tenkollegs, konstitutiv sind, stehen hierbei im Zentrum und sind aufgrund der Schwerpunktbildung in methodischer wie inhaltlicher Hinsicht eng miteinander verzahnt:

a) Fremdwahrnehmungsprozesse: im Mittelpunkt steht hier die Problematik der Analyse der Formen und Funktionen von Fremdbildern in unterschiedlichen historischen, alltagswirklichen und medialen Kontexten. Neben der Philosophie (Projektbereich 1) sind an dieser Problemstellung der Teilbereich 'Historische Anthropologie der Frühen Neuzeit' im Projektbereich 2, die literatur- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen (Projektbereich 3) und einzelne Aspekte des Projektbereichs 4 (Betriebswirtschaft) mit Dissertationsprojekten beteiligt.

b) Interkulturelle Transfer- und Rezeptionsprozesse: hiermit sind Prozesse des Transfers von Wissensbeständen, Praktiken, Texten und in ihnen artikulierten Vorstellungsweisen von einer (National-) Kultur in eine andere gemeint. Neben der Untersuchung der Selektivität von Transferprozessen - das heißt beispielsweise der Frage, was übersetzt und transferiert wurde - spielt hierbei die Problematik der Aneignung, Vermittlung und Rezeption im fremdkulturellen Kontext eine zentrale Rolle. Die Analyse von Transfer- und Rezeptionsprozessen setzt hier, wie vor allem B. Spillner und M. Werner in neueren theoretischen Aufsätzen gezeigt haben, Vorgänge des Vergleichens bzw. "komparative methodische Schritte" voraus, die "in der Regel die Suche nach Funktionsanalogien beinhalten". Neben den literatur- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen (Projektbereich 3) partizipiert vor allem die Geschichtswissenschaft (Projektbereich 2, Teilbereich Neuere Geschichte) innerhalb des Graduiertenkollegs an dieser Fragestellung.

c) Die Untersuchung sozialer Interaktionsformen in interkulturellen Konstellationen erfolgt aus einer dreifachen Perspektive heraus: zum einen werden in den Projektbereichen 2 (Historische Anthropologie/ Frühe Neuzeit) und 4 (Interkulturelle Wirtschaftskommunikation) Paradigmen alltagsweltlicher Interaktion zwischen Deutschen und Angehörigen fremder Kulturen untersucht; zum anderen bilden im Projektbereich 3 "Interkulturelle Kommunikation in literarischen und kulturellen Medien" die Untersuchungen fiktionaler Darstellungen interkultureller Interaktionsformen einen zentralen Untersuchungsgegenstand. Im Projektbereich 1 (Philosophie) schließlich werden der methodologische und anthropologische Aspekt interkultureller Kommunikation, unter anderem anhand des Begriffsfeldes "Fremdes/Eigenes" untersucht.

Lehr- und Studienprogramm:

 

Interdisziplinäres Ausbildungsprogramm in Saarbrücken

Im Rahmen des interdisziplinären Ausbildungsprogramms sind Pflichtveranstaltungen im Umfang von 4 Semesterwochenstunden vorgesehen. Diese beziehen sich auf zwei Typen von Lehrveranstaltungen, die von allen Mitgliedern des Graduiertenkollegs gemeinsam angeboten und unter Hinzuziehung auswärtiger Gastreferenten und Gastdozenten veranstaltet werden sollen:

1. Ein interdisziplinäres Doktorandenkolloquium (4-stündig, 14-tägig oder als Blockseminarveranstaltung einmal im Semester) aller Kollegiaten, in dessen Rahmen die laufenden Dissertationsprojekte vorgestellt und diskutiert werden;
2. ein Methodenseminar (2-stündig, über 6 Semester, d.h. während der gesamten Dauer einer Phase des Graduiertenkollegs);
Ziel des Seminars ist die Vermittlung eines interdisziplinären Ensembles von For-schungs-ansätzen und Methoden der interkulturel-len Kommunikation, unter Aufarbeitung des jeweils aktuellen Forschungsstandes. Verantwortlich für die Veranstaltung sind jeweils zwei Mitglieder des Graduiertenkollegs. Das Seminar soll folgende Komponenten enthalten, die zum Teil bereits in fachspezifischen Veranstaltungen erprobt wurden:

I. Vergleich als Methode (1. Semester):
Herausarbeitung der begrifflichen Grundlagen für das Vergleichen von Phänomenen als Verfahren in den Natur- und Kulturwissenschaften; Auseinandersetzung mit den Begriffen "Maßstab", "Kulturvergleich", "Ähnlichkeit", "Interkulturalität", "Métissage culturel", etc. anhand von ausgewählten Texten;

II. Interkulturelle Forschungsmethoden (2.-6. Semester):
• kognitive und psychologische Dimensionen interkultureller Kommunikation;
• Historische Anthropologie und historische Kulturtransferforschung;
• linguistische Dimensionen der Analyse interkultureller Kommunikationsprozesse (Semantik kultureller Wahrnehmungsprozesse; Pragmatik interkultureller Kommunikationssituationen; Konversationsanalyse; vergleichende Begriffsgeschichte);
• Methoden der empirischen Sozialforschung (Varianzanalyse, Clusteranalyse, Lifestyleanalyse);
• Rezeptionsanalyse in literarischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive.

Der Schwerpunkt des Seminars im 1. - 4. Semester soll der Vermittlung interdisziplinär nutzbarer interkultureller Forschungsmethoden dienen. Das 5. und 6. Semester, in die die Endredaktion der Promotionsarbeiten fällt, soll der Diskussion methodischer Einzelprobleme, die sich im Prozeß der Abfassung gestellt haben, gewidmet werden. Das Seminar soll wechselnd für je ein Semester von einem Mitglied des Graduiertenkollegs in Kooperation mit einem Gastdozenten veranstaltet werden.

Zusätzlich zu den umrissenen Pflichtveranstaltungen (4 SWS) werden für die ersten 4 Semester fächerübergreifende und fachspezifische Lehrveranstaltungen im Umfang von 2 Semesterwochenstunden empfohlen (cf. hierzu den Punkt "Studienprogramm" unter den einzelnen Projektbereichen des Graduiertenkollegs).

 

Auslandsaufenthalte der Kollegiaten

Im Rahmen der Ausbildung im Graduiertenkolleg ist ein Auslandsaufenthalt von in der Regel zwei Monaten an Partneruniversitäten des Auslandes vorgesehen, die Postgraduiertenprogramme anbieten. Seitens der Antragsteller bestehen wissenschaftliche Kontakte zu ausländischen Ausbildungsprogrammen und Institutionen, die als Gastgeber für Kollegiaten während des Auslandsaufenthaltes in Frage kommen. Neben der Diskussion der Promotionsprojekte mit ausländischen Fachvertretern soll der Auslandsaufenthalt dazu dienen, diese im Rahmen eines dortigen fachspezifischen Doktorandenkolloquiums zu präsentieren. Entsprechende Vorgespräche wurden bereits geführt.

Zugangsvoraussetzungen und Erfolgskontrollen:

 

Das Graduiertenkolleg ist für eine begrenzte Anzahl von Stipendiaten und sonstigen Kollegmitgliedern (insgesamt 24), die ein Auswahlverfahren durchlaufen haben und folgende Voraussetzungen erfüllen, vorgesehen:
1. ein mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossenes Hochschulstudium in einem der 5 Fächer, die durch die Mitglieder des Graduiertenkollegs vertreten werden;
2. gute englische und französische Sprachkenntnisse;
3. die Bereitschaft, an der Universität des Saarlandes bei einem der Mitglieder des Graduiertenkollegs zu promovieren und den Hauptwohnsitz in Saarbrücken einzurichten.
Darüber hinaus soll neben einem in der Philosophischen Fakultät angesiedelten Hauptfach zumindest ein Nebenfach aus den Fächern des Graduiertenkollegs stammen (einschließlich der Fächer der assoziierten Mitglieder).

Die Endauswahl erfolgt in einem persönlichen Vorstellungsgespräch der in die engere Wahl gezogenen Bewerber, wobei das Dossier durch den Fachvertreter präsentiert und das Interview selbst durch zwei Fachfremde durchgeführt werden soll. Für die Auswahl der Kollegiaten und Stipendiaten sollen die Qualität und Einschlägigkeit des Dissertationsvorhabens, das in einem Entwurf von ca. 10-12 Seiten zusammen mit einem Arbeitsplan mit der Bewerbung eingereicht werden soll, ausschlaggebend sein.

Im Rahmen des Graduiertenkollegs sind folgende Formen von Erfolgskontrollen vorgesehen:
1. in einem ersten, als Blockseminar am Wochenende zu Beginn des Graduiertenkollegs vorgesehenen Doktorandenseminar werden alle aufgenommenen Kollegiaten gebeten, ihr Dissertationsprojekt zur Diskussion zu stellen;
2. auf der Grundlage eines etwa 10-15-seitigen Arbeitspapiers werden alle Kollegiaten verpflichtet, im zweiten Jahr des Doktorandenkolloquiums den Fortschritt ihres Projektes zu präsentieren. Erst auf der Grundlage eines positiven Votums der Mitglieder des Graduiertenkollegs erfolgt eine Verlängerung des Stipendiums;
3. in der ersten Hälfte des dritten Jahres sind umfangreichere Kapitel der Arbeit vorzulegen. Diese werden von mindestens zwei Mitgliedern des Graduiertenkollegs gelesen, kommentiert und mit dem Kollegiaten/der Kollegiatin in persönlichen Gesprächen diskutiert. Generelle methodische, inhaltliche und formale Gesichtspunkte, die sich hieraus ergeben, werden im gemeinsamen Doktorandenseminar (des dritten Jahres) besprochen.

Dissertationsthemen und Promotionsfächer:

 

Von den Bewerbern/innen wird erwartet, daß sie ein eigenständig erarbeitetes Dissertationsvorhaben vorlegen. Promotionsmöglichkeit besteht bei den nachfolgend genannten Mitgliedern des Graduiertenkollegs in den aufgeführten Fächern. Die assoziierten Mitglieder, deren Forschungsinteressen die Themenbereiche des Graduiertenkollegs berühren, haben ihre Bereitschaft erklärt, entsprechend der Ausrichtung des Dissertationsvorhabens bei der Betreuung sowie als Zweitgutachter mitzuwirken. Der Kreis der assoziierten Mitglieder ist gleichfalls am Lehr- und Ausbildungsprogramm des Graduiertenkollegs beteiligt.

 

Mitglieder des Graduiertenkollegs

• Prof. Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink
Fachrichtung Romanistik, Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation (mit Schwerpunkt Deutschland/Frankreich)
(Sprecher des Graduiertenkollegs)
• Prof. Dr. Rainer Hudemann
Fachrichtung Geschichte, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte
(Stellvertretender Sprecher des Graduiertenkollegs)
• Prof. Dr. Richard van Dülmen
Fachrichtung Geschichte, Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der Landesgeschichte
• Prof. Dr. Kuno Lorenz
Fachrichtung Philosophie, Lehrstuhl für Philosophie
• Prof. Dr. Manfred Schmeling,
Fachrichtung Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
• Prof. Dr. Christian Scholz
Fachrichtung Betriebswirtschaft, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation, Personal- und Informationsmanagement

 

Assoziierte Mitglieder

• Prof. Dr. Alfons Bürge (Rechtswissenschaft)
• Dr. Bernd Krewer (Psychologie)
• Prof. Dr. Klaus Martens (Amerikanistik)
• Prof. Dr. Roland Marti (Slavistik)
• Prof. Dr. Jochen Schlobach (Romanstik).

 

Promotionsfächer

• Romanistik
• Geschichtswissenschaft
• Philosophie
• Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
• Betriebswirtschaftslehre

 

 

Pressenotizen über das Graduiertenkolleg:

 

Schäfer, Anke, Von Schokoküssen und Klischees, in: campus 28 (3/1998), 16.