Ausgangslage:
Im
deutschen Kreditgewerbe werden als mögliche Lösung
für die branchenweiten Schwierigkeiten nach den Konsolidierungs-
und Fusionsbestrebungen der letzten Jahre nunmehr vermehrt umfangreiche
Restrukturierungsmaßnahmen verfolgt. Im Privatkundengeschäft
liegt dabei häufig der Schwerpunkt auf einer Straffung
des Filialnetzes, was mit einem starken Personalabbau verbunden
ist. Ob allerdings die alleinige Konzentration auf das bereits
in der Vergangenheit angewendete „klassische“ Instrumentarium
ausreicht, um im Privatkundengeschäft bei fortschreitender
Intensivierung des Wettbewerbs auf längere Sicht wieder
unter Rentabilitätsgesichtspunkten nachhaltig erfolgreich
am Markt agieren zu können, erscheint fraglich.
Die
Suche nach in anderen Branchen bereits mit Erfolg angewendeten
Konzepten unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen
des Privatkundengeschäftes von Banken liegt daher nahe.
Vor dem Hintergrund, einen Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
einzelner Institute leisten zu können, wirkt insbesondere
das Konzept der „Marke“ vielversprechend. Vor allem
der Kernressource „Personal“ kommt dabei trotz des
wachsenden Technikeinsatzes eine zentrale Rolle zu, stellt doch
der einzelne Mitarbeiter als wesentlicher Gestalter des Außenauftrittes
der Bank den maßgeblichen Transporteur der Marke dar.
Ziel:
Zielsetzung
der Studie ist daher die bankenübergreifende Identifikation
von Ansatzpunkten für eine Personalarbeit, die die Bankmitarbeiter
in die Lage versetzt, das mit der Marke abgegebene Leistungsversprechen
(z.B. bei der Dresdner Bank: „Die Beraterbank“)
im täglichen Kontakt mit den Kunden sowohl über die
Zeit als auch in der Fläche erfüllen zu können.
Eine solche Erfüllung mit dem Ziel einer messbaren Verbesserung
des Unternehmenserfolges setzt wiederum eine entsprechende Positionierung
der Bank am Arbeitsmarkt voraus. Ein gezieltes „Employer
Branding“ soll dies gewährleisten.
Vorgehen:
Im
Rahmen einer Vorstudie wurden theoriegestützt mittels Experteninterviews
Personalmanagementmaßnahmen identifiziert, die für eine Umsetzung
des mit der Marke abgegebenen Leistungsversprechens von Relevanz
erscheinen. Darauf aufbauend wurden im Sommer 2004 durch die
Befragung von Kunden und Mitarbeitern ausgewählter deutscher
Kreditinstitute Daten für eine kausalanalytische Überprüfung
der postulierten Wirkungszusammenhänge erhoben.
Abschlusspublikation: